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Die Burgruine Beilstein bei Hochspeyer

Bei Hochspeyer, Kreis Kaiserslautern

Der Beilstein gehört zur Gruppe der kleineren Reichsministerialenburgen, und wird erstmals im Jahre 1234 urkundlich erwähnt, als König Heinrich VII. ausdrücklich den Wiederaufbau des "castrum Bylenstein" erlaubte. Die ältere Vorgängerburg könnte, etwa Mitte des 12.Jh. von Herzog Friedrich II. von Schwaben errichtet worden sein. Außerdem ist seit 1185 eine Ministerialenfamilie bekannt, die sich nach der Feste benannte.

Das erste namentlich bekannte Mitglied dieses Geschlechtes ist der 1185 genannte Kaiserslauterer Reichsministeriale Merbodo von Beilstein, der zusammen mit seinen Söhnen im Besitz der Burg war, und offenbar enge verwandtschaftliche Beziehungen zu dem Geschlecht der benachbarten Wartenberger hatte, denn bereits 1212 siegelt Merbodo zusammen mit seinem Bruder Wernher von Wartenberg als Zeugen im "Wilensteiner Verzicht". Mit dem hochstiftisch-speyerischen Küchenmeister Hans von Bilenstein wird 1464 letztmals ein männliches Mitglied der früheren Reichsministerialenfamilie genannt. Die Burg Beilstein wurde zwischen 1420 und 1455 gewaltsam zerstört.

Ein Wiederaufbau der Burg unterblieb, die Burg war mittlerweile in flörsheimer und kurpfälzischen Besitz gekommen. Nach dem Aussterben der Flörsheimer 1665 gelangte der zerstörte Beilstein endgültig in die Hand der Kurpfalz und verblieb dort bis zum Ende des 18.Jahrhunderts.


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© Wolfgang Kerp, Kaiserslautern