Der Trippstadter Schlosspark
Das spätbarocke Schloss in Trippstadt von 1767, wird von einem Schlosspark, auch Schlossgarten genannt, umgeben. Der umrahmende Baumgürtel des Parks stammt aus der Zeit der Waldbauschule, die 1888 gegründet wurde. Für die Unterrichtung der Forstschüler war damals eine Mischung von autochthonen (=einheimischen) und fremdländischen Baumarten als eine Art Arboretum angepflanzt worden. Diese Mischung soll auch in Zukunft beibehalten und durch gelegentliche Nachpflanzungen ergänzt werden.
Das Alter der teilweise schon recht mächtigen Bäume wird meistens erheblich überschätzt. Aus der Zeit zwischen 1767 und 1794 sind keinerlei Anpflanzung erhalten geblieben.
Das spätbarocke Schloss ließ Franz Carl Joseph Freiherr von Hacke erbauen. Er residierte von 1752 bis 1780 und war bereits die zweite Generation der Freiherren von Hacke. Beim Eintreffen der französischen Revolutionstruppen 1794 gab es Zerstörungen am Schloss und wahrscheinlich auch an den Gärten und Parkanlagen, denen in der Folgezeit über Jahrzehnte hin wohl kaum noch Pflege zuteil wurde. Die nachfolgenden Besitzer, die Firma Nebel und Neunreutter von 1811 bis 1833 und die Freiherren von Gienanth von 1833 bis 1865, behandelten das Schloss und die westlich davon sich anschließenden Ländereien - von Schlosspark konnte wohl keine Rede mehr sein - recht stiefmütterlich. Das wurde erst anders, als von Gienanth 1865 das Schloss, die westlich davon liegenden Ländereien und seinen Trippstadter Wald an den Staat Bayern verkaufte.