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Die ehemalige Synagoge in Kaiserslautern
Am Synagogenplatz wurde die ehem. Synagoge in Kaiserslautern am 26.02.1886 in der Frühlingsstraße (heute Luisenstraße) eingeweiht. Der Entwurf, der eine interessante Mischung orientalischer und romanischer Motive vorsah, stammte von Prof. Ludwig Levy aus Landau. Das Gebäude bot Platz für 400 Männer und 200 Frauen (auf einer Empore).
Als im Dritten Reich Kaiserslautern zur Gauhauptstadt umgebaut werden sollte, gab man der jüdischen Gemeinde zu verstehen, dass die Synagoge ein Fremdkörper in Kaiserslautern sei. So musste das jüdische Gotteshaus dem neuen Theaterplatz weichen, und man bot der jüdischen Gemeinde eine geringe Entschädigung an, die aber nie bezahlt wurde.
Am 31.08. 1938 begann der Abriss, und die gleichgeschaltete Presse jubelte bereits Tage zuvor: "Ein Stück Orient verschwindet" ("NSZ Rheinfront" vom 29.08.38). Im Oktober 1938 erfolgte die entgültige Sprengung.
Nach dem Krieg musste die jüdische Gemeinde bis zum 7.5.1951 prozessieren, um eine "Entschädigung" zu bekommen. Die Stadtverwaltung zahlte für den Platz und das herrliche Bauwerk im maurisch - byzantinischen Stil 256.000 DM.