Die Internetseite für Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Kusel, Landstuhl, Pirmasens, Ramstein, Zweibrücken:

..
.
.




Die Geschichte von Kerzenheim

Kerzenheim bedeutet so viel wie Dorf Kerzo. Es wurde im Zuge der fränkischen Landnahme im 6/7 Jahrhundert gegründet. Nicht nur dieser Ort sondern auch alle anderen Gemeinden der Verbandsgemeinde Eisengerg zeigt Zeugnisse, wesentlich älterer Kulturgeschichte, keltisch und römischen Ursprungs. Es wurde zum Beispiel ein Viergötterstein, der die römische Göttin Diana und den Gott Baochus darstellt, gefunden. Ein Indiz seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Eisenberg Becken betriebenen Weinbau. In den Schriftquellen erschien der Ort Kerzenheim erstmals 1143. Zuerst der salischen Herrschaft Stauf gehörig, wechselte sich allerdings seit dem Ausgang des 12. Jahrhunderts mehrerer Grafengeschlechter als Ortsherren ab.1241 wurde das Kloster Rosenthal von Graf Eberhart dem 2. gegründet. Er stattete dies mit Grundbesitz und dem Patronatsrecht über die Kirche in Kerzenheim aus. Es erreichte innerhalb von kurzer Zeit überragende Bedeutung, da viele Adelsangehörige dem Kloster beitraten. So hatte auch Albrecht von Österreich vor der Schlacht am Hasenbühl bei Göllheim am 2. Juli 1298 sein Hauptquatier. Das Kloster wurde im Bauernkrieg 1460 und 1525 geplündert und zerstört, konnte jedoch bei der Auflösung am 21. November 1572 einen ansehnlichen Besitz dem Grafen Nassau-Saarbrücken übertragen. Diesen Besitz übernahm später Carl von Nassau Weilburg. Seit 1393 verfügte das Haus Nassau Weilburg über das Dorf Kerzenheim. Zunächst deren Saarbrücker und nach 1574 deren Weilburger Linie. Seit alter Zeit unterscheidet man zwischen dem höher gelegenen Ober-Kerzenheim und dem tiefer gelegenen Unter- Kerzenheim. Vom Friedhof umgeben im unteren Teil stand die Pfarrkirche. Seit dem späten Mittelalter war der obere Teil von einem Befestigungswerk, bestehend aus Ringmauer, Wall und Graben umgeben. Der unverwechselbare Grundriss des Ortes wird bis heute von dem Bergfried geprägt. Inmitten des Bergrings stand seit 1283 dokumentierte Marienkirche, an der Stelle wurde 1783 eine neue lutherische Pfarrkirche erbaut , die in eindrucksvoller Weise das Bild des Ortes prägt. Dem Ortsbild ist noch heute anzusehen, dass Kerzenheim einen besonderen Aufschwung im 18. Jahrhundert erlebte. Aus dieser Zeit haben sich schöne Fachwerkhäuser erhalten und auch die Kirchen ist in dieser Zeit erneuert worden.

Konzipiert wurde die Kirche durch Johann Georg Christian Hess, der auch die Frankfurter Pauluskirche erbaute. Kerzenheim wuchs im Jahre 1827, indem der Kerzweilerhof ( das frühere Dorf Korbsweiler) und der Rosenthalerhof eingemeindet wurden. Die Überreste von der Zisterzienserinnen Abtei Santa Maria im Rosenthal sind von besonderer touristischer Bedeutung. Die kunsthistorisch bedeutendste Stätte in der ganzen Verbandsgemeinde Eisenberg, in Rosenthal war Adolf von Nassau nach seinem Tod bei der Schlacht am Hasenbühl, 10 Jahre lang begraben. Bevor er exhumiert und im Dom von Speyer im Jahre 1309 beerdigt wurde. Das Kloster Rosenthal ist fest mit der Geschichte von Kerzenheim verbunden. Heute zeigt sich der Historische Verein Rosenthal für die Erhaltung der Ruine verantwortlich und pflegt das historische Erbe.


Weitere Beiträge:
Museen im Donnersbergkreis
Die Geschichte von Eisenberg
Die Geschichte von Ramsen
Museen in der Westpfalz
Interessantes und Wissenswertes über den Donnersbergkreis


Quelle: Verbandsgemeinde Eisenberg