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Die Kneispermühle

Kneysvilere, auch Kneysviler oder Kneysweiler Mühle genannt, war ehedem herrschaftliche Bannmühle für die Orte Maßweiler, Reifenberg, Schmitshausen und Oberhausen, die schon 1440 als Herrschaftsmühle genannt wurde. Im Dreißigjährigen Kriege untergegangen, wurde sie 1701 von Hanß Neeßmann aus Herschberg wieder aufgebaut und 1716 an Jakob Neumüller verkauft. 1741 erwarb Jakob Fischer aus Thaleischweiler das Mühlengut. Er ist der Stammvater der bis 1930 auf dem Mühlengut wohnenden Familie Fischer.

Als 1744 zu Oberhausen die sogenannte Katzenmühle gebaut wurde, in der die Bewohner dieses Ortes dort mahlen ließen, entstand zwischen dem "Kneisper-Müller" und den Bewohnern von Oberhausen ein Banalitätsstreit, der 1751 durch ein herzogliches Reskript folgendermaßen beigelegt wurde: "Die Untertanen in Oberhausen sind verbunden, nach wie vor den Sommer über in der Kneispermühle zu mahlen. Im Winter aber, und zwar in der Zeit von Martini bis Mitte März, wird es ihnen wegen der unpraktikablen Wege erlaubt, in der Oberhauser Mühle ihre Frucht zerkleinern zu lassen. Es wäre dann Sache, dass der Bannmüller die Früchte von Oberhausen abholt und das Mahlgut den Untertanen vor die Häuser brächte, in welchem Falle sie in der Mühle mahlen sollten.

Der Mühlenzwang wurde erst während der Französischen Revolution aufgehoben. Bei Errichtung der Wasserleitung Reifenberg, Schmitshausen und Maßweiler kaufte die Wassergenossenschaft Schmitshausen die Mahlmühle, die zur Pumpstation umgebaut wurde. Unter Ausnutzung der Wasserkraft und des Mühlrades wird heute noch teilweise das Trinkwasser mittels einer Kolben- pumpe in die höher gelegenen Orte gefördert.

Die Kneispermühle ist neben dem landwirtschaftlichen Betrieb wie eh und je ein beliebter Ausflugsort und mit ihren Fremdenzimmern und einer guten Gastronomie ein ideales Standquartier für ausgedehnte Wanderungen.

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Quelle: Verbandsgemeinde Wallhalben

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